Archive für Tasty Tumbler

Blüte einer Tomatenpflanze (Tasty Tumbler)

Im Duell „Tasty Tumbler“ von Easyplant vs. „Tumbling Tom“ von Kiepenkerl geht der erste Punkt an „Tasty Tumbler“. Heute ist die erste gelbe Blüte aufgeblüht. Aber der Vorsprung ist knapp: Auch die Tumbling Tom-Pflanzen haben schon viele Blütenknospen.

Interessant ist auch, dass die Easyplant-Tomatenpflanzen deutlich kleiner sind als die Tumbling Tom, die ich selbst aus Samen gezogen habe. Die Easyplant-Tomaten sind bislang nur etwas größer als 20 cm, die Kiepenkerl-Pflanzen sind dagegen schon sehr buschig und hängen über den Topfrand.

Es bleibt also weiterhin spannend, wer in den Kategorien „Erste Tomate“, „Tomatenmenge“, „Geschmack“ usw. den Titel holt.

Werbeanzeigen

Weil ich mit meinen selbstgezogenen Tomaten Mitte April schon etwas spät dran war – spätestens Mitte März ist Tomaten-Aussaat-Termin, sagt der Gartenfachmann – habe ich mich zu einem Experiment beschlossen:

Im Internet kann man Tomaten als Jungpflanzen bestellen – z.B. bei Baldur Garten. Die nennen diese Jungpflanzen „Easyplant“ und versenden die ganz normal per Paket. Das hat mich neugiereig gemacht. Wie kommen die Pflanzen an? Wie jung ist eine „Jungpflanze“? Und ist es wirklich so easy?

Ich hatte mir natürlich erhofft, dass ich neben meinen noch recht kleinen eigenen Tomatenpflänzchen (Tumbling Tom Red) mit der Bestellung ein paar Wochen Zeit gewinne und gleich ein paar kräftige Pflanzen habe. Hier meine Beobachtungen und Erfahrungen mit Versandhaus-Tomaten von Easyplant:

  • Lieferzeit: Das mit dem Vorsprung war schon mal nichts. Die Lieferung hat etwa 10 Tage gebraucht. In der Zwischenzeit waren meine eigenen Sprößlinge schon ein gutes Stück gewachsen.
  • Verpackung: Die Pflanzen kamen mit der Post. In einem Paket, gut mit Papier gepolstert, lag eine spezielle Plastik-Packung mit fünf Pflänzchen (s. Bild).
  • Größe: Die Jungplanzen sind tatsächlich noch sehr jung – vielleicht 14 Tage alt. Wenn man bedenkt, dass ich zehn Tage gewartet habe, hätte ich auch einfach selbst säen können.
  • Zustand: Im Internet liest man zu easyplant auch schlechte Erfahrungen, besonders im Bezug auf den Zustand der Pflanzen. Ich kann sagen: Alle fünf Pflanzen waren am Leben. Aber alle fünf Pflanzen hatten ihre Blessuren und zerquetschte Blätter. Außerdem waren die Wurzeln sehr trocken – aber das ist kein Wunder nach mehreren Tagen im Karton.

Wie ging es nach der Ankunft bei mir weiter?

Laut Anleitung soll man die trockenen Wurzeln leicht gießen und die Pflanzen noch etwa zwei Tage in der offenen Packung lassen. Danach habe ich die beiden kräftigsten in den Ampeltopf gepflanzt, in dem sie den Sommer über gedeihen sollen. Die restlichen Pflanzen habe ich in einzelne Anzuchttöpfe gesetzt, um gegebenenfalls Ersatz zu haben oder um welche zu verschenken.

Nach einer weiteren Woche bei mir zeigt sich jedoch, dass die Pflanzen im Ampeltopf tatsächlich auch die kräftigsten sind. Die sehen auch ganz ordentlich aus (s. Bild). Eine weitere Pflanze war nach etwas Erholungszeit noch schön genug, um sie zu verschenken. Aber die restlichen zwei Pflänzchen sind aber ganz schön mickrig.

Meine Erfolgsquote mit Easyplant ist also 3 von 5 – bis jetzt. Aber das Rennen geht gerade erst los. Ich werde den Sommer über sehr kritisch beobachten und berichten, welche meiner Ampeltomaten sich besser machen: Die selbstgezogenen Tumbling Tom Red mit Saatgut aus dem Max Bahr. Oder die Tasty Tumbler Easyplant-Jungpflanzen von Baldur.

Ich bin gespannt…

Fazit vom 07.03.2011:

Ich wollte eigentlich schon im Herbst ein Fazit schreiben, habe es aber vergessen. Der Vollständigkeit halber will ich es kurz nachholen:

  1. Das wichtigste vorweg: Das Easyplant-Experiment ist nur halb geglückt. Von fünf Pflanzen waren nur drei überlebensfähig und nur zwei stark genug, dass ich sie behalten habe.
  2. Die beiden Pflanzen, die es letztlich auf den Balkon geschafft haben, haben sich als sehr robust erwiesen. Im Herbst hatte ich allerdings sowohl bei meinen selbstgezogenen Tomaten als auch bei den Easyplant-Pflanzen ein Pilzproblem.
  3. Die Easyplant-Tomaten waren in etwa genau so ergiebig, wie die selbstgezogenen. Ich habe nicht genau nachgezählt, aber es war immer an beiden Töpfen etwas zu ernten.

Fazit:

Ich habe mich in 2011 entschieden, keine Easyplant-Tomaten wieder zu bestellen. Für die recht geringe Erfolgsquote sind die Pflanzen inklusive Versand dann doch ziemlich teuer. Darüber hinaus hat Easyplant keinen Vorteil, wenn man rechtzeitig mit der Anzucht beginnt. Und es macht so viel mehr Spaß, seinen selbstgezogenen Pflänzchen beim Wachsen zuzusehen.

Wenn man allerdings keine Möglichkeit zur Anzucht hat, dann kann an Easyplant durchaus in Erwägung ziehen. Man darf nur nicht davon ausgehen, dass alle Pflanzen überleben.