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Tomaten-Pflänzchen nach etwa 10 Tagen

Mein sonniger französischer Balkon schreit geradezu nach einer Tomatenzucht. Und weil ich bei Max Bahr auch noch Saatgut für spezielle Ampeltomaten (Sorte „Tumbling Tom Red“) gefunden habe, werde ich bald auch Cherry-Tomaten im Balkongarten haben. Diese Tomaten sollen über den Topfrand nach unten hängen können und bei guter Pflege ziemlich ertragreich sein (siehe auch das Pflanzschild im Topf). Pro Topf (25 cm) sollen drei Pflanzen gesetzt werden.

Aussaat
Also habe ich die Samen in den großen Ampeltopf gesteckt, gegossen und mit einer transparenten Mülltüte ein Treibhaus improvisiert. Im feuchten und warmen Klima auf meinem sonnigen Fensterbrett schauten schon nach drei Tagen die ersten Keime aus der Erde.

Die faule Variante
Gartenfreunde wissen: Die Aussaat direkt in den Ampeltopf ist nicht die feine Englische. Zur Anzucht nimmt man keine allzu tiefen Töpfe – sonst wurzeln die Pflänzchen zu tief und man kann sie schlecht umtopfen, vereinzeln und pikieren. Da ich die Pflanzen eigentlich gleich in dem Topf lassen wollte, habe ich aus Faulheit auf die Pikier-Nummer verzichtet. Keine so richtig gute Idee – denn als ich einige der inzwischen sieben Keimlinge dann doch in andere Töpfe umsetzen wollte, habe ich schon einige der feinen Wurzeln verletzt.

Aber bis jetzt sind die vereinzelten Pflänzchen bei bester Gesundheit. Mal sehen, was sich letztlich als die stärkeren Pflanzen erweist. Nach etwa einer Woche habe ich auch jetzt die Treibhaushülle entfernt und lasse alle Pflänzchen auf dem Fensterbrett gedeihen.

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Ich habe es schon bei der Vorstellung der Buche beschrieben: mein kleines Fensterbrett-Treibhaus, das sozusagen meine Baumschule ist.

Solche Mini-Gewächshäuser gibt es in unterschiedlichen Größen in jedem Gartenmarkt oder natürlich bei Amazon.

Diese Mini-Treibhäuser eignen sich zur Anzucht von allem Möglichen, nicht nur von Bäumen. Meistens sind Torftabletten enthalten, kleine komprimierte Portionen Torferde, die sofort gewaltig aufquellen, wenn sie mit warmem Wasser in Berührung kommen. Und ich war überrascht, wie einfach es ist:

  1. warmes Wasser in die untere Schale
  2. Torftabletten hineinlegen und voll aufquellen lassen (dauert nur etwa eine Minute)
    überschüssiges Wasser abgießen
  3. in jede Torftablette ein Saatkorn drücken (eventuell mit einem Bleistift oder einem Pikierstab ein tieferes Loch bohren)
  4. Loch zudrücken
  5. transparenten Deckel drauf
  6. auf die Fensterbank stellen, aber nicht in die pralle Sonne
  7. Abwarten (das ist das Schwierigste von allem)

Es wird noch mehr Bilder von der Baumschule geben, auf denen dann auch die aufgequollenen Torftabletten zu sehen sind. Und natürlich wird es auch Bilder von den Bäumen geben, sobald man was sieht…