Archive für Pflanzenpflege

Vor zwei Wochen – als es noch sonnig und warm draußen war – habe ich meine Tomaten pikiert und in ihre Töpfe gesetzt. Dabei habe ich mal ein paar Fotos über das Vorgehen gemacht. Denn darüber, was in einen Blumentopf gehört, was das beste Wachstum ermöglicht und was ökologisch sinnvoll ist, gibt es viele Theorien. Ich halte es in diesem Punkt jedoch gern so einfach wie möglich.

Unbestritten das Wichtigste ist die Drainage, also die Entwässerung. Nahezu keine Pflanze mag Staunässe im Topf. Deshalb ist in Blumentöpfen unten immer ein Loch, klar. Bei Töpfen aus Kunststoff muss man immer noch mal nachschauen, dass die Löcher auch wirklich alle offen sind und verschlossene Löcher mit einem Messer oder einem Bohrer durchstoßen.

Um das Ableiten von überschüssigen Wasser zu unterstützen und damit Erde und Wurzeln das Loch nicht mit der Zeit verstopfen, füllt man dann als unterste Schicht eine Drainageschicht in den Topf. Dafür werden die unterschiedlichsten Materialien genutzt: Kies, Tonscherben, Styropor, Glaskugeln etc. Im Prinzip eignet sich alles was grob genug ist und nicht rostet oder sich auflöst.

Ich habe mich für Blähton zur Drainage entschieden. Denn Blähton hat wesentliche Vorteile gegenüber Kies:

  1. Blähton ist leicht. Gerade wenn man wie ich sieben Gemüsebeete drei Etagen nach oben tragen muss, ist das ein echter Vorteil.
  2. Blähton speichert Wasser. Auf diese Art ist die Erde unten im Topf immer noch etwas feucht, auch wenn oben schon alles im Sonnenlicht verdunstet ist.

Die Blähton-Kugeln, die ich verwende, sind etwa einen Zentimeter groß und eigentlich als Substrat für Hydrokulturen gedacht. Diesen Blähton gibt es in jedem Gartenmarkt – bei der Erde und den speziellen Substraten. Und natürlich bei Amazon.

Dann kommt das Substrat. In meinem Fall ist es einfache Blumenerde aus dem Gartenmarkt. Manche Gärtner mischen sich auch ihr eigenes Substrat aus Humus, Gartenerde, Sand, Perlit, Hornspänen, Torf und so weiter. Andere füllen verschiedene Substrate in verschiedenen Schichten in die Töpfe. Wie schon eingangs erwähnt: Da gibt es viele Philosophien, wenn man Hochleistungsgemüse will. Mich erinnert das aber immer eher an diverse Tipps zur Cannabiszucht im Kleiderschrank…

Nach der Erde die Pflanzen nicht vergessen. Vorsichtig ein Loch in das lockere Substrat drücken – je nach gewünschter Größe mit dem Finger, dem Pflanzholz, einem Blumentopf oder so. Die Pflanze ins Loch, vorsichtig mit Erde auffüllen, leicht andrücken und angießen. In frischer Erde brauchen die Pflanzen beim ersten Mal ordentlich Wasser. Das war’s dann auch schon.

PS: Auf dem Bild sind übrigens die Easyplant-Tomaten (Tasty Tumbler) zu sehen. Inzwischen haben sich die beiden Pflanzen ganz gut gemacht und sind richtig kräftig geworden. Ich habe sie auch schon ein paar mal an die frische Hamburger Luft gewöhnt –  immer nur für ein paar Stunden. Aber wenn die Eisheiligen nächste Woche vorbei sind, gehts endgültig raus.

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Brauseaufsätze, die auf normale PET-Flaschen passen.

Bisher habe ich meine Balkonkästen und überhaupt alle meine Pflanzen mit einer PET-Flasche gegossen. Dabei kann man aber weder vernünftig dosieren, noch kann man das Wasser gut verteilen. Das Ergebnis war, dass ich immer viel zu viel gegossen habe und dabei auch noch die Erde von den Wurzeln weggeschwemmt habe.

Damit ist jetzt Schluss! Letzte Woche kamen meine Flaschengießaufsätze (Amazon-Link) von Gärtner Pötschke. Dabei handelt es sich um Brauseaufsätze, die man auf handelsübliche PET-Flaschen schrauben kann.

Im Päckchen sind drei Brauseaufsätze mit unterschiedlich feinen Löchern für unterschiedlich feine Wassertropfen. Und eine Spitze, mit der man gezielt kleinste Wassermengen gießen kann.

Fazit nach einer Woche in Betrieb:

  • Sieht witzig aus
  • Funktioniert hervorragend – am besten auf einer flexiblen PET-Flasche, damit man drücken kann
  • Spart Gießwasser