Archive für kartoffeln

Biobalkon Bepflanzungsplan 2015

So ist der Biobalkon dieses Jahr bestellt. (Klicken zum vergrößern)

Ich habe es ja neulich schon geschrieben: Ich habe endlich wieder einen vollen Südbalkon. Wunderbar! Der Balkon ist zwar nicht riesig. Aber es passt schon einiges drauf. Bei mir sind es in diesem Jahr folgende Sachen:

  • 10 Sorten Tomaten in 8 Töpfen (gelbe Johannisbeere, rote Johannisbeere, Stabtomate, Ildi, Barbanjaka, Black Cherry, Tumbling Tom Red, Totem, Hessische Balkontomate, Fuzzi Wuzzi) – ich habe in den meisten Töpfen drei Pflanzen. Das hat sich in den letzten Jahren bewährt, solange die Wasserversorgung stimmt.
  • 2 Sorten Chili (3x Hidalgo, 2x Cayenne)
  • 6x Erdbeeren – in bewährter Mischkultur mit Knoblauch
  • zwei Kästen mit Radieschen und – einige Wochen zeitversetzt – Pflücksalat
  • Karotten
  • Zuckerschoten
  • verschiedene Kräuter – das ist eine Premiere auf dem Biobalkon: Thymian, Rosmarin, Oregano, Salbei, Majoran, Schnittlauch, Petersilie, Dill, Basilikum
  • Kartoffeln – ich wage einen zweiten Versuch
  • Narzissen – auch das ist eine Premiere gewesen: etwas, was einfach nur blüht
  • Hopfen – ein spannendes Experiment
  • Rucola
  • Minze

Ihr seht, es ist ordentlich was los dieses Jahr. Und es wird einiges zu schreiben geben. Das wird toll!

Advertisements

Pläne für 2013

30. Dezember 2012 — 2 Kommentare

Nach den kleinen Katastrophen in 2012 hatte ich für den Rest des Gartenjahres ein Motivationsloch. Im August war es für neue Pflanzaktionen zu spät. Und deshalb habe ich dann wachsen lassen, was wuchs und vertrocknen lassen, was vertrocknet war. Das heißt aber nicht, dass ich grundsätzlich die Lust verloren habe. Keineswegs! Ich habe sogar schon große Pläne für meinen neuen großen Balkon.

  1. Kartoffeln – Auf eigene Kartoffeln habe ich schon lange Lust. Das war eigentlich das einzige, was ich mir wirklich in meinem französischen Balkon gewünscht hätte: Platz für einen Pflanzsack. In 2013 werde ich es probieren und mich dabei im Großen und Ganzen an die Kartoffel-Sack-Anleitung von Elke vom Günstig-Gärtnern-Blog halten.
  2. Mehr Kohlrabi – Das Kohlrabi-Experiment ist zufriedenstellend verlaufen. Aus fünf Pflänzchen sind immerhin zwei Knollen geworden. Und das trotz Umzug ohne Krankheiten. Das Ergebnis ist steigerbar. Und genau das ist auch mein Vorsatz für das neue Jahr.
  3. Mehr von allem – klar. Sechs Quadratmeter Balkon müssen sinnvoll genutzt werden. Und weil meine Freundin zum Glück mitzieht und auch balkongärtnert, wird der Balkon im nächsten Sommer sehr viel mehr Früchte tragen, als bisher.
  4. Vögel – siehe oben. Da muss ich mir was einfallen lassen. Für Ideen in den Kommentaren bin ich dankbar.
  5. Feuchtigkeit – insgesamt scheint es hier auf dem Balkon feuchter zu sein, als an meinem Südbalkon. Darauf muss ich mich erst einstellen, bislang war es eher zu heiß und trocken. Aber das ist lösbar, davon bin ich überzeugt.

Und jetzt wünsche ich allen Lesern einen guten Rutsch und ein erfolgreiches neues Gartenjahr!

Gartenzwerg im verschneiten Balkonkasten.

Jahresrückblick-Post

30. Dezember 2012 — 2 Kommentare

Liebe Leser,

ich bin hin- und hergerissen. Denn dieses Jahr war zugleich das erfolgreichste und ärgerlichste Biobalkon-Jahr überhaupt.

Erfolgreich, weil der Biobalkon-Blog in 2012 fast 32000 Besucher hatte und damit fast dreimal soviel wie in 2011! Danke dafür an alle Leser und alle, die hier zufällig landen.

Ärgerlich war das Jahr, weil spätestens nach dem Umzug auf den neuen Balkon alles ein bisschen aus den Fugen geraten ist. Das hat mich einerseits demotiviert. Andererseits gab es dann auch nicht mehr so viel zu schreiben. Ich fasse es hier mal kurz zusammen.

1. Braunfäule an den Tomaten

Tomatenpflanze mit Braunfäule (Detail)

Tomatenpflanze mit Braunfäule

Tomatenpflanze mit Braunfäule

Tomatenpflanze mit Braunfäule

Ja, das ist nicht schön anzusehen, aber ein Garten-Blog sollte auch mal die Wahrheit zeigen, und nicht nur Großaufnahmen von bunten Blüten und prallen Früchten. Braunfäule entsteht, wenn Tomatenpflanzen feucht werden. Also vor allen, wenn sie Regen und Kälte ausgesetzt sind. Und wenn die Braunfäule einmal da ist, dann geht sie auch nicht mehr weg. Tja, was soll man machen, wenn man ausgerechnet in Hamburg gärtnern will…

Die Braunfäule hat mir jedenfalls noch vor der Haupternte sechs von acht Tomatenpflanzen hingerafft. Wenn mein Vater mir nicht zwei Tomatenpflanzen „Gelbe Johannisbeere“ geschenkt hätte, wäre das ein sehr trauriges Jahr geworden.

Die Gelbe Johannisbeere dagegen hat mich versöhnt. Sie hat zwar auch die Braunfäule gekriegt, aber sie hat auch neue unversehrte Triebe ausgetrieben. Und die Ernte war beachtlich. Hier nur mal ein Ausschnitt von einem einzigen Tag:

Tomaten – Gelbe Johannisbeere

Tomaten – Gelbe Johannisbeere

 

Die Gelbe Johannisbeere ist im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder mit auf dem Balkon! Außerdem habe ich mir aus der Schweiz Saatgut für die Sorten „Ildi“ und „Totem“ mitgebracht. Und Freunde aus Berlin haben mir eine unbekannte Sorte Topftomaten aus Opas Garten geschickt. Mehr Platz, mehr Sorten und ein wettergeschützer Standort – die Tomaten müssen 2013 einfach gelingen.

2. Vögel in meinen Erdbeeren!

Eigentlich haben sich die Erdbeeren auf dem neuen Balkon ganz gut gemacht. Für etwa sechs Wochen nach dem Umzug kamen zwar keine neuen Blüten mehr nach, aber dann im Spätsommer ging es nochmal los. Tragisch war allerdings, dass die paar Erdbeeren, die noch dranhingen, sehr schnell Liebhaber gefunden haben.

Bei uns im Hinterhof ist es nämlich grün und schön gehölzig. Wir haben alles: Eichhörnchen, Eichelhäher, Blaumeisen, Kohlmeisen, Amseln und so weiter. Am Anfang habe ich mich sogar noch darüber gefreut, wie die Piepmätze auf meine Balkonkästen fliegen und sich sichtlich freuen. Und dann habeich es gesehen: EICHELHÄHER FRESSEN MEINE ERDBEEREN!!! Ich habe mehrere von ihnen auf frischer Tat ertappt. Von den aufgefressenen Erdbeeren habe ich naturgemäß keine Bilder. Aber wenn die Vögel sich auch im kommenden Sommer an meinen Beeten vergreifen, dann muss ich mir was einfallen lassen. (Natürlich etwas tierfreundliches…)

3. Mehltau in den Erbsen.

Ich habe in diesem Jahr zum ersten Mal Zuckererbsen ausprobiert. Das hat auch ganz gut funktioniert und wird wiederholt. Aber nach dem Umzug haben die Zuckererbsen sich den Mehltau eingefangen und sind sehr schnell unansehnlich geworden. Dafür muss ich bei Schwester Weinrich mal nach einer Lösung suchen – neem- und kieselsäurehaltige Sprühungen sollen helfen. Und auf jeden Fall neue Erde, denn die Sporen sind da jetzt unwiderruflich drin.

Das Traurige ist, dass ich eigentlich geplant hatte, im Erbsenkasten meinen Feldsalat für den Winter auszusäen. Und ich habe es auch gemacht. Hier ist mal ein Bild von dem Elend. Die grauen Flecken waren mal Feldsalat-Blätter:

Mehltau im Feldsalat.

Mehltau im Feldsalat. Das heißt, vom Feldsalat ist nicht mehr viel übrig.

 

Wintergrüße aus Eimsbüttel…