Archive für Erdbeere

Monatserdbeere "Rügen" mit fast reifen Früchten

Bereits im März habe ich hier von meiner neuen Erdbeersorte geschrieben, der Monatserdbeere „Rügen“. Monatserdbeeren sind Erdbeersorten, die über einen längeren Zeitraum – oft den ganzen Sommer über – Früchte tragen. Diese Eigenschaft war in diesem Jahr meine Rettung, denn um ein Haar hätte ich keine selbst geernteten Erdbeeren gehabt.

Als über Ostern nämlich meine die normalen Erdbeeren blühten, war ich mit meiner Freundin im Urlaub. Da es warm und trocken werden sollte, habe ich die Pflanzen lieber vom Balkon abgehängt und drinnen mit viel Wasser über das lange Osterwochenende gebracht. Der Haken dabei: Drinnen war es noch wärmer und die Erdbeeren blühten wie die Weltmeister. Und weit und breit keine Hummel oder Biene zum Bestäuben. Als ich also wieder kam, waren die meisten Blüten verblüht und neue Blüten kamen nicht nach.

Dennoch zeigten sich an den zwei Pflanzen immerhin fünf Früchte. Die waren jedoch ausgerechnet über Pfingsten reif, als ich wieder nicht in Hamburg war um sie zu ernten. Insgesamt habe ich deshalb nur zwei normale Erdbeeren dieses Jahr geerntet. Aber zum Glück gibt es ja die Monatserdbeere. Die trägt nun schon seit einigen Wochen regelmäßig zwei bis fünf kleine rote Früchte pro Woche – nicht viel, aber ein leckerer Trost. Die Früchte sehen übrigens eher aus wie Walderdbeeren und sind auch ähnlich aromatisch.

PS: Mehr über Erdbeeren und Erdbeersorten gibt es übrigens beim Erdbeeranbauer, z.B. in der Erdbeersortendatenbank.

Advertisements

Diese Erdbeeren können noch einen oder zwei Tage reifen.

Inzwischen ist es schon fast wieder drei Wochen her. Aber ich wollte euch nicht vorenthalten, dass ich inzwischen meine ersten Erdbeeren geerntet habe.

Dabei ist mir mal wieder bewusst geworden, warum selbstgeerntete Erdbeeren so viel leckerer sind, als gekaufte: Die gekauften Erdbeeren sind nicht richtig reif! Ich lasse meine Erdbeeren gern so lange hängen, bis die Nüsschen – das sind die kleinen gelb-braunen Punkte – auch fast dunkelrot sind. Dann sind die Erdbeeren herrlich aromatisch, weich, saftig und auch innen tiefrot.

Als Erdbeerbauer und Händler kann man sich diesen Reifegrad aus zwei Gründen nicht erlauben:

  1. Reife Erdbeeren sind weich und bekommen schnell Druckstellen. Dann sehen sie natürlich nicht mehr lecker aus und verkaufen sich schlecht – obwohl sie immer noch vorzüglich schmecken.
  2. Reife Erdbeeren sind nicht so lang haltbar und lagerfähig. Eine reif gepflückte Erdbeere ist schon nach 24 Stunden kühler Lagerung unansehnlich und verändert ihren Geschmack.

Für Bauern und Händler ist das ein hohes Risiko, deshalb werden Erdbeeren schon gepflückt und verkauft, sobald sie einigermaßen rot sind. Je nach Sorte können diese halbreifen Erdbeeren durchaus aromatisch sein. Ich kaufe selbst mehrere Schalen im Jahr. Aber wenn man den Vergleich hat, dann schmeckt man den Unterschied schon deutlich.

Und deshalb ist es ein großes Glück, dass man Erdbeeren so leicht auf dem Balkon selber anbauen kann.

PS: Die Erdbeeren auf dem Foto können übrigens noch gut einen oder zwei Tage Sonne vertragen.

Blüten-Knospen meiner Balkonkasten-Erdbeere

Als ich heute von der Arbeit kam und meinen Balkongarten routinemäßig inspizierte, entdeckte ich in allen drei Erdbeerpflanzen einen kleinen Knäuel Blütenknospen. Hurra!

Wurde aber auch langsam Zeit. Eine Kollegin erzählte mir schon letzte Woche, das ihre Erdbeeren schon blühen. Und meine Nachbarin hat ihre Erdbeerpflanzen faulerweise schon blühend gekauft – Schummelei, wenn ihr mich fragt!

Und jetzt warte ich gespannt auf die erste offene Blüte. Und dann auf die erste Erdbeere…

Die Sonne scheint. Den Erdbeeren gefällt es. Sie breiten sich aus. Vielleicht hätten zwei Pflanzen auch gereicht.

Erdbeeren im Balkonkasten

Nach Ostern. Inzwischen habe ich mich gefragt, warum ich eigentlich nur so eine langweilige Wiese gepflanzt habe. Daheim habe ich mit meinem Vater gesprochen, einem passionierten Gärtner (und Agrar-Ingenieur). Wir beraten, was sich an meinem Nicht-Balkon noch so alles gut machen könnte. Vor allem Dinge, die man essen kann. Wenn die nächste Wirtschaftskrise kommt und die Menschen wieder mit Zigaretten Handel treiben, dann könnte ich ja wenigstens noch etwas Selbstangebautes haben. Und mit zweieinhalb Metern Südseite habe ich eigentlich gute Bedingungen für alles, was Sonne mag. Es könnte nur etwas windig werden in 13 Metern Höhe in Hamburg.

Zurück in Altona kaufe ich zwei weitere Balkonkästen. Dazu einiges Zubehör. Saatgut für Radieschen und Ruccola. Und die drei Erdbeerpflanzen im Bild – Vierländer Erdbeere, die „Altbekannte Erdbeere“.