Archive für Balkon

Meine Leserin LeckerMone hat mich auf ein interessantes Thema aufmerksam gemacht. Derzeit haben wir ja die sogenannten Eisheiligen, also die Tage zwischen dem 11. und 15. Mai, an denen es nach alten Bauernregeln die letzten Nachtfröste geben kann. Für Bauern und Gärtner sind die Eisheiligen traditionell ein wichtiges Datum, da viele Sorten, die nicht frosthart sind, erst nach diesen Tagen sicher ausgesät werden können. Auch Pflanzen aus dem Treibhaus oder dem Frühbeet können erst dann gefahrlos ins Freie gepflanzt werden, wenn es nicht mehr friert. Die alte Bauernregel ist für viele Gärtner quasi verbindlich – zum Beispiel auch für LeckerMone.

Achtung, wichtig: Was die moderne Meteorologie sagt
Kurz zusammengefasst sagt auch die moderne Meteorologie, dass es bis Mitte Mai durchaus noch frostige Nächte geben kann. Nur beim Datum spricht die Wetterstatistik eine andere Sprache. Denn statistisch gesehen kommt es erst etwa eine Woche nach dem 15. Mai regelmäßig zu einem Temperaturabstieg. Auf Wikipedia ist das schön zusammengefasst.

Was heißt das für Balkongärtner?
Als Balkongärtner können wir den Eisheiligen relativ entspannt entgegenblicken – egal, ob diese oder nächste Woche. Denn in der Regel sind Balkons windgeschützt und durch die Nähe zur Hauswand auch nicht so frostanfällig wie weite Felder. Außerdem sind unsere Töpfe und Kästen mobil. Wenn der Wetterbericht Frost ansagt, können wir besonders empfindliche Pflanzen notfalls hereinholen.

Aber LeckerMone hat natürlich absolut Recht, ihre Tomaten erst in ein paar Tagen endgültig rauszustellen. Denn als südamerikanische Einwandererin ist die Tomate besonders kälteempfindlich. Aus eigener Erfahrung mit kaltem Wind und kaltem Regen weiß ich, dass meine Tomaten selbst bei nächtlichen Temperaturen um 8 Grad schnell mitgenommen aussehen. Bei Tomaten und Chili kann man also durchaus noch bis zum Juni den Wetterbericht studieren und die Pflanzen wenn nötig ins Warme stellen.

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Radieschen vom Balkon – frisch geerntet und gewaschenIch habe mir vorgenommen, diesen Sommer für jedes Balkon-Gemüse, das sich bei mir bewährt hat, mal einen Artikel mit meinen Erfahrungen zu schreiben. Den Anfang macht das Einsteiger-Gemüse überhaupt: Radieschen!

Radieschen sind wirklich ein dankbares Balkon-Gemüse. Sie gedeihen ziemlich sicher, auch wenn man keinen vollen Südbalkon hat. Ein bisschen Sonne brauchen Sie allerdings schon – auf meinem Nordbalkon mit maximal 3,5 Stunden Sonne am Tag bleiben die Radieschen sehr klein. Sie sind unempfindlich gegen Regen und Wind. Sie wachsen schnell. Und vor allem: Sie brauchen wenig Platz. Nur gießen muss man sie regelmäßig – aber das gilt eigentlich für alle Balkongemüse.

Dennoch habe ich in den letzten Jahren einiges über Radieschen gelernt: Weiterlesen…

Eine Tomatenpflanze mit Blüte im Balkonkasten

Mensch, meine Pflanzen sind dieses Jahr schneller, als ich. Ich bin noch gar nicht so richtig aus dem Winterschlaf aufgewacht. Aber die erste Tomate blüht schon. Vom Schnittlauch habe ich schon büschelweise geerntet. Und auch sonst wächst es in allen Kästen – wenn auch wegen des langen Winters erst ganz zaghaft.

Dieses Jahr wird übrigens ein spannendes Balkonjahr. Denn einerseits steht wahrscheinlich ein Umzug an (wenn ich eine Traumwohnung mit Südbalkon finde). Andererseits habe ich in diesem Jahr einige Experimente gewagt, über die ich fleißig bloggen will. Ich habe Zuckererbsen gesät, da die angeblich auch einigermaßen sonnenfest sind. Und ich habe noch konsequenter als sonst auf Mischkultur gesetzt. Wenn erstmal alles aufgegangen ist, wird es in meinen Kästen wahrscheinlich kein Fleckchen Erde mehr geben – dafür Pflücksalat, Feldsalat und hoffentlich sogar endlich Kohlrabis. Insgesamt wird es also viel zu bloggen und zu gucken geben.

Ich freue mich darauf und erkläre die Biobalkonsaison hiermit für eröffnet.

Wenn man – anders als ich – richtig Platz auf seinem Balkon hat, dann kann man natürlich auch mehr machen. In diesem Forums-Thread zum Beispiel zeigt Nutzer katekit einen tollen Balkongarten voller Gemüse. Es gibt sogar ein Video:

 

Tja, da werd glatt ich ein bisschen neidisch. Vielleicht sollte ich doch noch vor dem Sommer umziehen. Weiß zufällig jemand eine schöne 2,5-3,5-Zimmer-Wohnung in Hamburg. Natürlich mit großem, sonnigem Balkon? Miete bis 850 Euro warm, Stadtteil zweitrangig. Ich mein’s Ernst!

Umschlag des Buches "Mischkultur im Hobbygarten" von Christa Weinrich OSB

So langsam kommt der Frühling nach Hamburg. Deshalb habe ich heute die ersten drei Balkonkästen für dieses Jahr bestückt*. Bei den Planungen für das Balkongartenjahr ist mir ein Buch in die Hände gefallen, dass ich an dieser Stelle schon sehr lange einmal empfehlen wollte: „Mischkultur im Hobbygarten“ von Christa Weinrich OSB (Amazon-Link).
Weiterlesen…

Pünktlich zum Beginn der Gartensaison haben die Gartengnome einen ausführlichen Artikel über das Gärtnern auf dem Balkon veröffentlicht. Da ich es selbst nicht besser hätte machen können, verlinke ich den Artikel hier einfach. Und wünsche allen Lesern viel Spaß im herannahenden Frühjahr!

Winter vorm Balkon

13. Januar 2012 — 1 Kommentar

Mann, was ist das denn für ein Winter. Seit einigen Tagen blüht sogar eine Kornblume in meinem Balkonkasten!

Eine Kornblume blüht im Januar 2012 im Balkonkasten

Nächste Woche geht es endlich wieder los mit den Tomaten für 2012. Hoffentlich wird der Sommer so warm, wie der Winter…

Eine Traube reifer Tomaten der Sorte "Tumbling Tom" im Balkonkübel

Zugegeben: Ich habe mit der Ernte extra gewartet, bis ich meine neue Kamera habe. Denn ich wollte diese rote Fülle gern so richtig in Szene setzen. Weiterlesen…

Chilipflanze im Balkonkasten

Heute habe ich es endlich geschafft, meine selbstgezogene Chilipflanze auszupflanzen. Eigentlich ist es schon etwas spät, die Pflanze hat schon die ersten Blütenansätze. Aber ich hatte ein wenig Angst vor den letzten Nachtfrösten. Die sind jetzt laut Wetterprognose in Hamburg nicht mehr zu erwarten. Also hängt meine Chilipflanze jetzt im Balkonkasten in der Sonne – in Mischkultur übrigens mit Schnittlauch, der jetzt, im zweiten Jahr, so richtig kräftig treibt.

Frisch eingetopfte Tomatenpflanzen - etwa 5-6 Wochen alt – Sorte: Tumbling Tom Red

Ein Vorteil eines Balkongartens ist, dass man auf Jahreszeiten und Frost nicht so viel Rücksicht nehmen muss. Da die Pflanzgefäße normalerweise problemlos tragbar sind, kann man sie im Notfall jederzeit in Sicherheit bringen.

Deshalb habe ich mich schon heute entschieden, meine Tomatenpflanzen in ihre Töpfe zu setzen. Meine Pflänzchen vom Februar haben sich in der Sonne der ersten Frühlingstage nämlich zu prächtigen, kräftigen Pflanzen entwickelt. Letztes Jahr um diese Zeit hatte ich noch nicht einmal mit der Ausssaat begonnen. Natürlich müssen sie noch ein paar Wochen warten, bis sie raus können. Aber immerhin warten sie im schönsten Gewächshaus von Hamburg: meinem Wohnzimmer. Hach, Tomate müsste man sein…