Funktionieren Saatbänder und Saatscheiben bei euch?

4. Juli 2014 — 13 Kommentare

"IMG_3052Es ist mal wieder Zeit für einen Erfahrungsbericht: Ich habe dieses Frühjahr mehrere Päckchen Saatgut geschenkt bekommen. Darunter auch einige Saatbänder und Saatscheiben, also Saatgut, das nicht lose als Körner, sondern zwischen mehreren Lagen Zellstoff eingeschlossen und vorportioniert ist.

Eigentlich ist es eine praktische Idee:

  • Es können mehrere Sorten in einer Tüte gekauft werden – Mischkultur!
  • Die Samen haben schon den richtigen Abstand und müssen nicht verzogen werden.
  • Selbst wenn man nicht die ganze Tüte aufbraucht, kullern keine einzelnen Samen rum.

Dafür sind Saatbänder und Saatscheiben teurer. Die Hersteller können also die selbe Menge Saatgut für deutlich mehr Geld verkaufen – bei Saatscheiben für Blumentöpfe ist das Verhältnis besonders krass, finde ich. Ob der Komfortgewinn den Preis rechtfertigt, muss jeder selbst wissen. Aber mir geht es um etwas anderes:

Ich habe wie gesagt sehr unterschiedliche Saatbänder und -scheiben bekommen und – naja, ausgesät habe ich ja eben nicht – in die Erde gebracht. Es waren Teekräuter dabei (Melisse, Minze, Kamille). Es waren Küchenkräuter dabei (Oregano, Thymian, Basilikum). Und es waren verschiedene Salatsorten dabei. Auffällig ist, dass ich noch nie so schlechte Keimraten hatte, wie mit den Saatbändern. Der Kasten mit den Teekräutern ist auch drei Monate nach der „Aussaat“ leer – von ein paar Keimchen abgesehen, die aber auch nicht wachsen, sondern seit etwa neun Wochen unverändert gerade so aus der Erde schauen. Von den Küchenkräutern hat Basilikum passabel funktioniert. Oregano und Thymian sind immerhin gekeimt, aber wachsen nicht. Und von den vier Salatsorten sind zwei ganz gut angegangen und zwei überhaupt nicht.

Zugegeben, ich habe auf meinem Nordbalkon nicht die optimalen Bedingungen. Aber daran kann es nicht liegen, die Kräuter sehen an zwei verschiedenen Südfenstern. Ich hatte noch nie soviele Krepierer, wie dieses Jahr – und alles sind Saatbänder oder Saatscheiben gewesen.

Deshalb meine Frage: Habt ihr solche Erfahrungen auch gemacht? Funktionieren Saatbänder und Saatscheiben bei euch? Funktionieren sie genauso gut wie klassisches Saatgut? Und ist euch der Komfort den höheren Preis wert?

Ich jedenfalls bin nicht begeistert und werde in Zukunft keine Saatbänder mehr kaufen.

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13 Antworten zu Funktionieren Saatbänder und Saatscheiben bei euch?

  1. 

    Ich hatte letztes Jahr auch Kräuter-Saatscheiben geschenkt bekommen: Petersilie, Basilikum, Schnittlauch und Dill – sie sind alle nicht gekommen.
    Dieses Jahr habe ich an genau den gleichen Stellen die gleichen Kräuter, aber mit „normalen“ Samenkörner und sie gedeihen prächtig. Ich konnte mir auch nicht erklären, warum. Die Saatscheiben waren in der Erde verrottet, dass konnte ich letztes Jahr feststellen, aber die Samen sind einfach nicht gekeimt. Und wie Du schreibst, der Aufpreis, den man für die Saatscheiben zahlt, lässt mich auch immer zu losen Samen greifen.
    Sonnige Grüße! 🙂

  2. 

    Ich habe dieses Jahr das erste Mal Saatpads verwendet und das Ergebnis war mehr als schlecht. In meiner Verzweiflung habe ich dann in mühevoller Kleinarbeit die Körner aus dem Papier gefummelt und direkt ausgesät. Und siehe da, so gut wie alles hat gekeimt.

    Fazit: Einmal und nie wieder!

  3. 

    Genauso ist es bei mir auch. Nachdem Kressesaatscheiben nicht funktioniert hatten (zwar keimten die Samen, aber sie hoben die Scheibe so an, dass die Kresse nicht geerntet werden konnte), habe ich ne E-Mail an die Saatgutfirma geschrieben. Die haben aber nie geantwortet…
    So sah das aus:
    http://meinbalkon.blogspot.de/2013/05/steckbrief-kresse.html

    Die anderen Saatbänder, die ich ausprobiert habe, haben auch nicht funktioniert.
    Ich finde, das ist Betrug!!!

  4. 

    ich habs noch nie probiert, fand den preis immer abschreckend hoch und so schwer ist das selbstziehen aus samenkörnern im vergleich dazu ja nicht 🙂

  5. 

    Offensichtlich hatte ich Glück, aber bei mir kamen letztes und dieses Jahr fast lückenlos Radieschen und Salat aus Saatbändern, dieses Jahr sogar Möhren (aber das war wohl für einen Blumenkasten etwas gewagt, sie sind und bleiben eher „niedlich“ klein).
    Außerdem hatte ich auch schon ein „Fließ“ mit einem Wiesenblumenmix, den ich mehrere Jahre verwendet habe, da ich damit immer nur einen Kasten gestalten wollte – und es kamen sehr viele Blumen 🙂
    Evt. gibt es Qualitätsunterschiede zwischen den Herstellern?
    Viele Grüße, C.

  6. 

    Ich hab im Garten einmal versucht mit Saatbändern verschiedene Salatsorten in die Erde zu bringen. Erfolg?-zweigeteilt. Am vorderen Ende der Reihe wuchs der Salat von Anfang an kräftig. Hier war dis Sonne nicht so erbarmungslos. Der hintere Teil war „Asche“.
    Im Jahr darauf, ich hatte noch Saatband übrig, hab ich das Bändchen vorher einen Tag angefeuchtet. Siehe da, fast alle Samen keimten. Dann kamen allerdings die Schnecken und die Ernte war hin.
    Ich werde allerdings niemals mehr Saatband kaufen.
    Allerdings kann man bei normalem Saatgut von Christensen auch Pleiten erleben. Ich wollte dieses Jahr mal zwischen die Rosen Grünkohl pflanzen und zwar rot blättrigen.
    Eine Tüte bei Christensen 3,90 € für ca. 30 Körnchen, Erster Versuch der Aussaat ging schief. Nichts, gar nichts zeigte sich. Der zweite brachte dann ein Pflänzchen hervor. Dann war das Saatgut auch alle.
    Herr Christensen hat sich auf meinen Protest via E-Mail auch nicht gemeldet. Feigling….

  7. 

    Bei Kräutern habe ich vor Jahren ebenfalls schlechte Erfahrungen gesammelt. Die sind 1-2cm gewachsen und das wars.

    Zur Zeit versuche ich es mit Rucola und die Pflänzchen sind bereits 2-3cm hoch und scheinen zu wachsen.. Mal sehen obs was wird, falls mir die Erdflöhe nicht vorher alles wegfressen.

  8. 

    Also diese Saatscheiben dinger funktionieren bei mir nie. Habe nur Probleme mit. Evtl hilft das „Ausschneiden“ der Samen, dass man einen Großteil des papiers wegschnibbelt ..

    Gruß
    Ben

  9. 

    Mit Radieschen-Saatbändern habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht, dagegen mit Basilikum-Saatscheiben schlechte – davon war kein Samenkorn aufgegangen. Das kann aber auch an anderen Bedingungen gelegen haben, denn mit Basilikum habe ich nie wirklich Glück. Bei den Radieschen finde ich die Saatbänder super, da ich nicht vereinzeln muss.

  10. 

    Ich habe letztes Jahr ein Versuch mit Feldsalatbändern unternommen. Das Ergebnis: 2 Pflanzen haben erst im Spätherbst das Licht der Welt erblickt, um dann kurz darauf vom ersten Schnee zugeschüttet zu werden. Deshalb, ich würde diese nicht mehr kaufen.

  11. 

    Auch ich hab mir bei Netto verschiedene Garten-Saatbänder gekauft und bin gespannt was daraus wird!
    Ich werde euch auf dem laufenden halten!

  12. 
    Bernd, das Knäckebrot mit Käse 8. Juli 2017 um 11:36

    Ich habe Radieschen-Saatbänder verwendet (Südbalkon) und so wie in der Verpackungsbeschreibung angegeben in die Erde gesetzt.
    Der erste Versuch ist eher enttäuschend ausgefallen, die Hälfte der Samen hat nicht gekeimt.
    Der zweite Versuch lief etwas besser, sagen wir mal 70% sind gekeimt.

  13. 

    Ich habe ein Jahr mal ein Saatband ausprobiert und kam zu ähnlichen Ergebnissen wie du. Ich glaube es waren Möhren. Der Grund für den Kauf war, dass ich mir das Pikieren ersparen wollte. Die Keimrate war mäßig. Seitdem nur noch Saatgut. Das Preisleistungsverhältnis ist mir zu schlecht.
    Grüße von Balkonien von der kessen Kresse. 😊

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