Jahresrückblick-Post

30. Dezember 2012 — 2 Kommentare

Liebe Leser,

ich bin hin- und hergerissen. Denn dieses Jahr war zugleich das erfolgreichste und ärgerlichste Biobalkon-Jahr überhaupt.

Erfolgreich, weil der Biobalkon-Blog in 2012 fast 32000 Besucher hatte und damit fast dreimal soviel wie in 2011! Danke dafür an alle Leser und alle, die hier zufällig landen.

Ärgerlich war das Jahr, weil spätestens nach dem Umzug auf den neuen Balkon alles ein bisschen aus den Fugen geraten ist. Das hat mich einerseits demotiviert. Andererseits gab es dann auch nicht mehr so viel zu schreiben. Ich fasse es hier mal kurz zusammen.

1. Braunfäule an den Tomaten

Tomatenpflanze mit Braunfäule (Detail)

Tomatenpflanze mit Braunfäule

Tomatenpflanze mit Braunfäule

Tomatenpflanze mit Braunfäule

Ja, das ist nicht schön anzusehen, aber ein Garten-Blog sollte auch mal die Wahrheit zeigen, und nicht nur Großaufnahmen von bunten Blüten und prallen Früchten. Braunfäule entsteht, wenn Tomatenpflanzen feucht werden. Also vor allen, wenn sie Regen und Kälte ausgesetzt sind. Und wenn die Braunfäule einmal da ist, dann geht sie auch nicht mehr weg. Tja, was soll man machen, wenn man ausgerechnet in Hamburg gärtnern will…

Die Braunfäule hat mir jedenfalls noch vor der Haupternte sechs von acht Tomatenpflanzen hingerafft. Wenn mein Vater mir nicht zwei Tomatenpflanzen „Gelbe Johannisbeere“ geschenkt hätte, wäre das ein sehr trauriges Jahr geworden.

Die Gelbe Johannisbeere dagegen hat mich versöhnt. Sie hat zwar auch die Braunfäule gekriegt, aber sie hat auch neue unversehrte Triebe ausgetrieben. Und die Ernte war beachtlich. Hier nur mal ein Ausschnitt von einem einzigen Tag:

Tomaten – Gelbe Johannisbeere

Tomaten – Gelbe Johannisbeere

 

Die Gelbe Johannisbeere ist im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder mit auf dem Balkon! Außerdem habe ich mir aus der Schweiz Saatgut für die Sorten „Ildi“ und „Totem“ mitgebracht. Und Freunde aus Berlin haben mir eine unbekannte Sorte Topftomaten aus Opas Garten geschickt. Mehr Platz, mehr Sorten und ein wettergeschützer Standort – die Tomaten müssen 2013 einfach gelingen.

2. Vögel in meinen Erdbeeren!

Eigentlich haben sich die Erdbeeren auf dem neuen Balkon ganz gut gemacht. Für etwa sechs Wochen nach dem Umzug kamen zwar keine neuen Blüten mehr nach, aber dann im Spätsommer ging es nochmal los. Tragisch war allerdings, dass die paar Erdbeeren, die noch dranhingen, sehr schnell Liebhaber gefunden haben.

Bei uns im Hinterhof ist es nämlich grün und schön gehölzig. Wir haben alles: Eichhörnchen, Eichelhäher, Blaumeisen, Kohlmeisen, Amseln und so weiter. Am Anfang habe ich mich sogar noch darüber gefreut, wie die Piepmätze auf meine Balkonkästen fliegen und sich sichtlich freuen. Und dann habeich es gesehen: EICHELHÄHER FRESSEN MEINE ERDBEEREN!!! Ich habe mehrere von ihnen auf frischer Tat ertappt. Von den aufgefressenen Erdbeeren habe ich naturgemäß keine Bilder. Aber wenn die Vögel sich auch im kommenden Sommer an meinen Beeten vergreifen, dann muss ich mir was einfallen lassen. (Natürlich etwas tierfreundliches…)

3. Mehltau in den Erbsen.

Ich habe in diesem Jahr zum ersten Mal Zuckererbsen ausprobiert. Das hat auch ganz gut funktioniert und wird wiederholt. Aber nach dem Umzug haben die Zuckererbsen sich den Mehltau eingefangen und sind sehr schnell unansehnlich geworden. Dafür muss ich bei Schwester Weinrich mal nach einer Lösung suchen – neem- und kieselsäurehaltige Sprühungen sollen helfen. Und auf jeden Fall neue Erde, denn die Sporen sind da jetzt unwiderruflich drin.

Das Traurige ist, dass ich eigentlich geplant hatte, im Erbsenkasten meinen Feldsalat für den Winter auszusäen. Und ich habe es auch gemacht. Hier ist mal ein Bild von dem Elend. Die grauen Flecken waren mal Feldsalat-Blätter:

Mehltau im Feldsalat.

Mehltau im Feldsalat. Das heißt, vom Feldsalat ist nicht mehr viel übrig.

 

Wintergrüße aus Eimsbüttel…
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2 Antworten zu Jahresrückblick-Post

  1. 

    meine erdbeeren wurden letztes jahr auch von einer amsel aufgefressen!!! grrrrrrrrr
    da bekommt man wirklich mordlust.

    da schaut man jeden tag nach den 4 kleinen erdbeerchen, denkt sich, yuchuu, in ein paar Tagen kann ich die ernten! Und dann… wech. und die kerne daneben geschissen hat sie auch.

    ja, wie du siehst, ich habe mich SEHR aufgeregt 🙂

    ich denke, dieses Jahr werde ich nicht drumrum kommen da Vogelnetz drueber zu machen, auch wenn das haesslich aussieht…

Trackbacks und Pingbacks:

  1. Pläne für 2013 « Biobalkon - Dezember 30, 2012

    […] den kleinen Katastrophen in 2012 hatte ich für den Rest des Gartenjahres ein Motivationsloch. Im August war es für neue […]

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