Obst und Gemüse im Balkonkasten – Was sich bewährt hat

7. März 2011 — 6 Kommentare

Ich habe im letzten Jahr einiges ausprobiert auf meinem Balkon. Hier will ich zusammenfassen, was ich in diesem Jahr wieder anbauen werde udn was ich lieber lasse.

Bewährt haben sich:

  1. Erdbeeren: Haben sich in der Südseiten-Sonne prächtig entwickelt. Sind auf jeden Fall auch 2011 wieder dabei. (siehe auch: Erdbeeren – von der Blüte zur Frucht und Warum man reife Erdbeeren nur ernten, aber nicht kaufen kann.)
  2. Tomaten: Auch die Tomaten werden in 2011 wieder angebaut. Sie brauchen viel Wasser, besonders im Hochsommer. Aber durch die ständige Sonne werden sie aromatisch und knallrot. Ich habe allerdings den Verdacht, dass meine Tomaten im letzten Jahr ein Problem mit dem Wind und dem Regen hatten. Sie waren dem Wetter ungeschützt ausgesetzt und haben sich im Herbst verfärbt und Früchte verloren. (siehe auch: Tomaten von Easyplant – Ein Erfahrungsbericht und Was einmal Tomaten werden will…)
  3. Kräuter: Gehören auf jeden Balkon. Am besten in Mischkultur mit anderen Pflanzen. Für Dill, Basilikum, Schnittlauch, Knoblauch oder Bohnenkraut ist immer irgendwo Platz.
  4. Pflücksalat: Dieses Jahr werde ich mehr Pflücksalat anbauen. Das hat gut geklappt und war immer eine leckere Abwechslung. Spätestens im Mai säe ich mindestens zwei Sorten in zwei Kästen aus. (siehe auch: Pflücksalat auf dem Balkon.)
  5. Feldsalat: Ist ein gutes, pflegeleichtes Balkon-Gemüse. Da Feldsalat winterhart ist, eignet er sich besonders zur Überbrückung der radieschenarmen Jahreszeit zwischen September und Mai. (siehe auch: Die Erste Ernte des Jahres: Feldsalat)
  6. Radieschen: Funktionieren das ganze Jahr über, besonders aber im Frühling und Frühsommer. (siehe auch: Die Radieschensaison ist eröffnet!)
  7. Chili: Ich versuche es noch einmal. Eigentlich müsste ich ganz gute Bedingungen für Chili haben, obwohl ich letztes Jahr eine armselige Ernte hatte: Nur eine Schote. (siehe auch: Neu auf dem Biobalkon: Chili)
  8. Wiesenblumen: Schon allein weil sie die Hummeln anziehen. Und weil sie gut aussehen.
  9. Bäume: Eine kleine Eiche im Topf, ein Mammutbaum und eine Gleditsie haben nach dem Winter wieder ausgetrieben. Sie werden bald wieder auf dem Fensterbrett stehen. (siehe auch: In jeden Garten gehört ein Baum)

Nicht mehr dabei sind:

  1. Bohnen: Ich hatte zwar eine passable Ernte. Aber die Pflanzen waren so durstig, dass ich im Hochsommer zwei bis drei mal täglich gießen musste. Für Bohnen muss die Erde offenbar tiefer sein.
  2. Rucola: Das hat aus irgendeinem Grund gar nicht funktioniert. Andere Balkongärtner berichten Gutes, ich kann das leider nicht bestätigen. In diesem Jahr werde ich dafür mehr Kräuter und Pflücksalat anbauen.
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6 Antworten zu Obst und Gemüse im Balkonkasten – Was sich bewährt hat

  1. 

    Na dass sich ERdbeeren bewährt haben steht ja außer Frage 😉
    Auch ansonsten deckt sich die Liste mit meinen Eindrücken. Leider reichte es dieses Jahr nicht, alles zu säen: Ein Umzug steht an und der soll so leicht wie möglich werden…

  2. 

    Rucola kann doch jeder. Der wird bei Dir zu trocken geworden sein. Dann treibt er schnell Blüten.
    Rucola gehört auch in die 2.Tracht, bspw. nach Radieschen. Niemals in aufgedüngte Blumenerde säen! Rucola ist ein Nitratsammler!
    Also Feigling, auf ein Neues und immer schön feucht halten…

  3. 

    Ich habe mich (dank der Schrot&Korn) einmal quer durchgelesen und bin begeistert über die tolle detaillierte Berichterstattung!!
    Als Balkon-Einsteiger werde ich mich nach Deinen Erfahrungen richten und dieses Jahr zum ersten Mal selber „gärtnern“ – vielen Dank für die vielen Inspirationen 🙂

  4. 

    Zwei kleine Anmerkungen:

    1)Für Tomaten ist Regen gar nicht gut, sie sollten unter Dach stehen, da sie sonst eine Krankheit bekommen. Deswegen stehen sie bei mir ganz geschützt an der Wand unter dem Dach. Besser Wasser bekommen sie, wenn man neben der Wurzel einen kleinen Plastiktopf mit Löchern halb eingräbt und dort das Wasser eingießt.

    2) Die Bohnen gewöhnen sich laut meiner Gartenfee-Großmutter an Wasser. Man sollte sie also gleich von Anfang an eher seltener gießen.

    Ich habe letztes Jahr so ganz langsam angefangen mit einer Pflanze Buschtomaten und ein paar Blumen. Dieses Jahr hat es mich richtig gepackt und es wachsen nun einige Kräuter, 2 Tomatenstöcke, Kopfsalat und viele Blumen auf meinem Balkon. Platz zum Sitzen ist nicht mehr viel, lol. Nächstes Jahr versuche ich mich dann mal an Erdbeeren, Radieschen und Pflücksalat.

    Schön, dass es diesen Blog mit den vielen hilfreichen Tipps gibt. Herzlichen Dank für die ausführlichen Erfahrungsberichte!

    • 

      Danke für die Tipps! In der Tat merke ich, dass meine Tomaten den Wind und den Regen nicht so mögen. Ein windgeschützter überdachter Balkon wäre sicher besser. Aber man muss nehmen, was man kriegt – und bei mir ist das nunmal ein französischer Balkon im dritten Stock im windigen und regnerischen Hamburg. Da müssense durch, die Tomaten…

      Was die verhätschelten Bohnen angeht, so habe ich sowas ähnliches schon von Zimmerpflanzen gehört. Ich werde in den nächsten Jahren sicher nochmal Buschbohnen probieren – allerdings in einem größeren Topf, der auch mehr Wasser speichern kann und den Wurzeln mehr Raum gibt.

      Viel Erfolg mit Ihrem Balkongarten!

  5. 

    Danke für die guten Tipps. Dieses Jahr habe ich besondere Erfahrungen mit meinen Tomatenpflanzen in meinem Balkonfenster (Südwestlage) gesammelt, von denen ich berichten kann. Ich habe die Pflanzen selbst aus Samen der letztjährigen Ernte von Biotomaten gezogen. Ich habe sie in einem Sprossenkasten wurzeln lassen, sie dann in einen Kasten mit Deckel in Erde gesetzt, danach in kleine Töpfe und danach in größere Kunststofftöpfe (Durchmesser ca.30 cm) allein oder bis zu 3 Pflanzen gesetzt (kleine Cocktailtomatensorte, bis mittelgroße Sorten). Die großen Töpfe (6!) stellte ich in mein Balkonfenster (Fensterbank). Von Mitte April (Aussaat) bis 14. Juni zur ersten Ernte der Cocktailtomaten, vergingen 2 Monate Inzwischen ernte ich täglich auch von den mittelgroßen Tomaten einige. Ich habe täglich 1x gegossen und nachdem die ersten Blüten wuchsen, habe ich 1x wöchentlich 10l Wasser mit 50g Schachtelhalmpulver mit Bodenverbesserer (Fa.Schacht) gegossen, etwa 3 Wochen lang. Meine Pflanzen wurden so groß, dass ich sie oben kürzte und 5 Stängel mit Blüten in eine Glasvase setzte. Sie steht auf meinem Esstisch und bekommt ihr Licht durch ein Fenster der Ostseite. Nach 2 Wochen bildeten die Pflanzen in der Vase ohne jeglichen Zusatz von Dünger Wurzeln und entwickelten inzwischen Früchte (8), die ca. 2cm Durchmesser haben. Ich gieße jeden Tag 2x etwas Wasser nach. Inzwischen habe ich aus Samen noch Zucchini, verschiedene Kräuter und Sonnenblumen und Kapuzinerkresse gezogen und sie teilweise in riesengroßen Balkonkästen (bauseitig aus Beton am Haus vorhanden, 4m x 0,60 m gepflanzt. Ich habe auf meiner Facebookseite einige Bilder dazu veröffentlicht, die stets erweitert werden. Ich versuche mit möglichst wenig Mitteln zu Gärtnern um Menschen eine Lösung anzubieten, die wenig Geld zum Gärtnern haben.
    Dass meine Tomatenpflanzen in diesem Jahr in meinem Balkonfenster geblieben sind, ist der Tatsache geschuldet, dass es draußen wettermäßig lange zu kalt und zu stürmisch für meine Pflanzen war. Sie wuchsen im Fenster, geschützt hinter Vertikaljalousien wie in einem gut gelüfteten Treibhaus (Sonne den ganzen Nachmittag) auf. Ich hatte einige Pflanzen auch im Balkonkasten angesät (Ende April), die sich sehr viel langsamer entwickelten, viel kleiner im Strauch blieben und erst jetzt kleine Früchte tragen. Es macht mir sehr große Freude, meine Pflanzen wachsen zu sehen.
    Inzwischen habe ich eine abgebrochene (Vogelschaden;) Zucchinipflanze in meiner Küche zur Pflege im Glas auf meinem Küchentisch stehen, wo sie sich nur mit Wasser prima weiterentwickelt und Blüten austreibt 🙂 Irgendetwas geschieht zurzeit auf unserer Erde, dass sich unsere Pflanzen, vor allem in den Wohnungen so gut entwickeln können. Vielleicht sollen wir eine Möglichkeit entdecken, uns zu einem gewissen Teil von der Nahrungsmittelindustrie unabhängig zu machen?
    Ich gespannt, was ich noch alles entdecken werde ♥
    Herzliche Grüße aus Koblenz,
    Inge

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