Post

Die Eisheiligen – und was Balkongärtner darüber wissen müssen

In Theorie am 12. Mai 2012 von Biobalkon Mit Tag(s) versehen: , , , , ,

Meine Leserin LeckerMone hat mich auf ein interessantes Thema aufmerksam gemacht. Derzeit haben wir ja die sogenannten Eisheiligen, also die Tage zwischen dem 11. und 15. Mai, an denen es nach alten Bauernregeln die letzten Nachtfröste geben kann. Für Bauern und Gärtner sind die Eisheiligen traditionell ein wichtiges Datum, da viele Sorten, die nicht frosthart sind, erst nach diesen Tagen sicher ausgesät werden können. Auch Pflanzen aus dem Treibhaus oder dem Frühbeet können erst dann gefahrlos ins Freie gepflanzt werden, wenn es nicht mehr friert. Die alte Bauernregel ist für viele Gärtner quasi verbindlich – zum Beispiel auch für LeckerMone.

Achtung, wichtig: Was die moderne Meteorologie sagt
Kurz zusammengefasst sagt auch die moderne Meteorologie, dass es bis Mitte Mai durchaus noch frostige Nächte geben kann. Nur beim Datum spricht die Wetterstatistik eine andere Sprache. Denn statistisch gesehen kommt es erst etwa eine Woche nach dem 15. Mai regelmäßig zu einem Temperaturabstieg. Auf Wikipedia ist das schön zusammengefasst.

Was heißt das für Balkongärtner?
Als Balkongärtner können wir den Eisheiligen relativ entspannt entgegenblicken – egal, ob diese oder nächste Woche. Denn in der Regel sind Balkons windgeschützt und durch die Nähe zur Hauswand auch nicht so frostanfällig wie weite Felder. Außerdem sind unsere Töpfe und Kästen mobil. Wenn der Wetterbericht Frost ansagt, können wir besonders empfindliche Pflanzen notfalls hereinholen.

Aber LeckerMone hat natürlich absolut Recht, ihre Tomaten erst in ein paar Tagen endgültig rauszustellen. Denn als südamerikanische Einwandererin ist die Tomate besonders kälteempfindlich. Aus eigener Erfahrung mit kaltem Wind und kaltem Regen weiß ich, dass meine Tomaten selbst bei nächtlichen Temperaturen um 8 Grad schnell mitgenommen aussehen. Bei Tomaten und Chili kann man also durchaus noch bis zum Juni den Wetterbericht studieren und die Pflanzen wenn nötig ins Warme stellen.

Post

Radieschen – das einfachste Balkon-Gemüse

In Balkongemüse-Lexikon am 10. Mai 2012 von Biobalkon Mit Tag(s) versehen: , , , , , , , , , , , , ,

Radieschen vom Balkon – frisch geerntet und gewaschenIch habe mir vorgenommen, diesen Sommer für jedes Balkon-Gemüse, das sich bei mir bewährt hat, mal einen Artikel mit meinen Erfahrungen zu schreiben. Den Anfang macht das Einsteiger-Gemüse überhaupt: Radieschen!

Radieschen sind wirklich ein dankbares Balkon-Gemüse. Sie gedeihen ziemlich sicher, auch wenn man keinen Südbalkon hat. Sie sind unempfindlich gegen Regen und Wind. Sie wachsen schnell. Und vor allem: Sie brauchen wenig Platz. Nur gießen muss man sie regelmäßig – aber das gilt eigentlich für alle Balkongemüse.

Dennoch habe ich in den letzten Jahren einiges über Radieschen gelernt:

1. Radieschen gedeihen am besten im Frühjahr oder Herbst
Das hat mich am Anfang etwas verwirrt. Obwohl es wärmer und heller wurde, wurden meine Radieschen kleiner und holziger. Von Schwester Christa Weinrich weiß ich inzwischen, dass Radieschen sogenannte Kurztagspflanzen sind, dass sie also am besten gedeihen, wenn die Tage  kurz sind – im Frühjahr und im Herbst eben. Im Sommer schießen sie zu schnell ins Kraut, die roten Wurzelknollen werden dann hart, bevor sie schön groß und rund sind. Es gibt zwar auch speziell gezüchtete Sommersorten, mit denen habe ich allerdings noch keine eigenen Erfahrungen.

2. Radieschen kann man prima nachsäen
Sobald ich ein Radieschen ernte, stecke ich in das Loch, das die Knolle in der Erde hinterlässt, sofort einen neuen Samen. So habe ich das ganze Frühjahr über Nachschub.

3. Radieschen machen Spaß
Weil sie so leicht gelingen und weil man ihnen quasi beim Wachsen zusehen kann, sind Radieschen ein sehr befriedigendes Gemüse. Auch für erste Pflanzversuche von Kindern eignen sie sich prächtig. Und sie schmecken fast jedem.

4. Radieschen sind absolut Mischkultur-tauglich
Radieschen vertragen sich mit fast allem, was auf meinem Balkon so wächst. Man kann sie problemlos in einen Kasten mit Bohnen, Erdbeeren, Schnittlauch, Salat und sogar Tomaten pflanzen.

Ein paar Tipps für Radieschen im Balkonkasten

Radieschen können sehr eng gesät werden. Ich habe in einem Kasten drei versetzte Reihen von Radieschen – etwa so:Radieschen Saatschema im Balkonkasten

Aussaat
Zur Aussaat bohre ich mit dem Finger Löcher in regelmäßigen Abständen in die Erde, etwa 3 cm tief und im Abstand von ca. 10 cm. In jedes Loch kommt ein Saatkorn. Dann drücke ich die Löcher zu und gieße die Erde an. Da das Saatgut, das es zu kaufen gibt, sehr gut keimt, zeigen sich nach ca. zwei Wochen die ersten Keime. Wenn irgendwo in den Reihen eine Lücke ist, stecke ich einfach noch ein Saatkorn an die Stelle. Jetzt heißt es nur noch regelmäßig gießen. Und ernten.

Ernte
Wann ist ein Radieschen reif? Wann ist der beste Zeitpunkt, an dem das Radieschen schon schön groß, rund und rot ist, aber noch saftig und nicht holzig? Ich ernte meine Radieschen immer dann, wenn sich über der Erde schon eine deutlich sichtbare rote Knolle wölbt und alle Blätter noch direkt an der Knolle ansetzen. Denn dann sind sie erfahrungsgemäß am saftigsten. Spätestens ab dem vierten Blätterpaar (die Blätter kommen bei Radieschen paarweise) beginnen meine Radieschen in der Regel, ins Kraut zu schießen. Das heißt, die Pflanzen werden hoch und die Blätter kommen nicht mehr direkt aus der Knolle, sondern aus einem Stängel. So ungefähr muss es aussehen:Ein Radieschen, das erntereif ist.

Und jetzt viel Spaß mit dem einfachsten Balkon-Gemüse.

Post

Saisonauftakt 2012: Die erste Tomatenblüte

In Foto am 8. Mai 2012 von Biobalkon Mit Tag(s) versehen: , , , , , , ,

Eine Tomatenpflanze mit Blüte im Balkonkasten

Mensch, meine Pflanzen sind dieses Jahr schneller, als ich. Ich bin noch gar nicht so richtig aus dem Winterschlaf aufgewacht. Aber die erste Tomate blüht schon. Vom Schnittlauch habe ich schon büschelweise geerntet. Und auch sonst wächst es in allen Kästen – wenn auch wegen des langen Winters erst ganz zaghaft.

Dieses Jahr wird übrigens ein spannendes Balkonjahr. Denn einerseits steht wahrscheinlich ein Umzug an (wenn ich eine Traumwohnung mit Südbalkon finde). Andererseits habe ich in diesem Jahr einige Experimente gewagt, über die ich fleißig bloggen will. Ich habe Zuckererbsen gesät, da die angeblich auch einigermaßen sonnenfest sind. Und ich habe noch konsequenter als sonst auf Mischkultur gesetzt. Wenn erstmal alles aufgegangen ist, wird es in meinen Kästen wahrscheinlich kein Fleckchen Erde mehr geben – dafür Pflücksalat, Feldsalat und hoffentlich sogar endlich Kohlrabis. Insgesamt wird es also viel zu bloggen und zu gucken geben.

Ich freue mich darauf und erkläre die Biobalkonsaison hiermit für eröffnet.

Post

Der Biobalkon bei Schöner Wohnen!

In Themenverwandt am 3. Mai 2012 von Biobalkon Mit Tag(s) versehen:

Wow, das ist ja mal was: Schöner Wohnen erwähnt mein Blog in einem Artikel namens “Gärtnern ohne Garten auf dem Balkon”. Der Artikel ist sehr lesenswert und zeigt vor allem, wie ein Nutzbalkon auch gut aussehen kann.

Vielen Dank. Und herzlich willkommen an alle Leser, die von Schöner Wohnen auf mein Blog stoßen.

Post

Wohnung in Hamburg mit großem, sonnigem Balkon gesucht

In Themenverwandt am 12. März 2012 von Biobalkon Mit Tag(s) versehen: , , , , ,

Wenn man – anders als ich – richtig Platz auf seinem Balkon hat, dann kann man natürlich auch mehr machen. In diesem Forums-Thread zum Beispiel zeigt Nutzer katekit einen tollen Balkongarten voller Gemüse. Es gibt sogar ein Video:

 

Tja, da werd glatt ich ein bisschen neidisch. Vielleicht sollte ich doch noch vor dem Sommer umziehen. Weiß zufällig jemand eine schöne 2,5-3,5-Zimmer-Wohnung in Hamburg. Natürlich mit großem, sonnigem Balkon? Miete bis 850 Euro warm, Stadtteil zweitrangig. Ich mein’s Ernst!

Post

Buchempfehlung: “Mischkultur im Hobbygarten” von Christa Weinrich OSB

In Ausprobiert, Buch am 9. März 2012 von Biobalkon Mit Tag(s) versehen: , , , , , ,

Umschlag des Buches "Mischkultur im Hobbygarten" von Christa Weinrich OSB

So langsam kommt der Frühling nach Hamburg. Deshalb habe ich heute die ersten drei Balkonkästen für dieses Jahr bestückt*. Bei den Planungen für das Balkongartenjahr ist mir ein Buch in die Hände gefallen, dass ich an dieser Stelle schon sehr lange einmal empfehlen wollte: “Mischkultur im Hobbygarten” von Christa Weinrich OSB (Amazon-Link).
Mehr lesen »

Post

Obst & Gemüse auf dem Balkon – eine umfassende Einführung

In Themenverwandt am 4. März 2012 von Biobalkon Mit Tag(s) versehen: , ,

Pünktlich zum Beginn der Gartensaison haben die Gartengnome einen ausführlichen Artikel über das Gärtnern auf dem Balkon veröffentlicht. Da ich es selbst nicht besser hätte machen können, verlinke ich den Artikel hier einfach. Und wünsche allen Lesern viel Spaß im herannahenden Frühjahr!

Post

Winter vorm Balkon

In Foto am 13. Januar 2012 von Biobalkon Mit Tag(s) versehen: , , ,

Mann, was ist das denn für ein Winter. Seit einigen Tagen blüht sogar eine Kornblume in meinem Balkonkasten!

Eine Kornblume blüht im Januar 2012 im Balkonkasten

Nächste Woche geht es endlich wieder los mit den Tomaten für 2012. Hoffentlich wird der Sommer so warm, wie der Winter…

Post

Monatserdbeere Rügen – den ganzen Sommer lang

In Ernte, Foto am 13. Juli 2011 von Biobalkon Mit Tag(s) versehen: , , ,

Monatserdbeere "Rügen" mit fast reifen Früchten

Bereits im März habe ich hier von meiner neuen Erdbeersorte geschrieben, der Monatserdbeere “Rügen”. Monatserdbeeren sind Erdbeersorten, die über einen längeren Zeitraum – oft den ganzen Sommer über – Früchte tragen. Diese Eigenschaft war in diesem Jahr meine Rettung, denn um ein Haar hätte ich keine selbst geernteten Erdbeeren gehabt.

Als über Ostern nämlich meine die normalen Erdbeeren blühten, war ich mit meiner Freundin im Urlaub. Da es warm und trocken werden sollte, habe ich die Pflanzen lieber vom Balkon abgehängt und drinnen mit viel Wasser über das lange Osterwochenende gebracht. Der Haken dabei: Drinnen war es noch wärmer und die Erdbeeren blühten wie die Weltmeister. Und weit und breit keine Hummel oder Biene zum Bestäuben. Als ich also wieder kam, waren die meisten Blüten verblüht und neue Blüten kamen nicht nach.

Dennoch zeigten sich an den zwei Pflanzen immerhin fünf Früchte. Die waren jedoch ausgerechnet über Pfingsten reif, als ich wieder nicht in Hamburg war um sie zu ernten. Insgesamt habe ich deshalb nur zwei normale Erdbeeren dieses Jahr geerntet. Aber zum Glück gibt es ja die Monatserdbeere. Die trägt nun schon seit einigen Wochen regelmäßig zwei bis fünf kleine rote Früchte pro Woche – nicht viel, aber ein leckerer Trost. Die Früchte sehen übrigens eher aus wie Walderdbeeren und sind auch ähnlich aromatisch.

PS: Mehr über Erdbeeren und Erdbeersorten gibt es übrigens beim Erdbeeranbauer, z.B. in der Erdbeersortendatenbank.

Post

Sommer vorm Balkon – Die Tomaten sind endlich reif!

In Ernte, Foto am 13. Juli 2011 von Biobalkon Mit Tag(s) versehen: , ,

Eine Traube reifer Tomaten der Sorte "Tumbling Tom" im Balkonkübel

Zugegeben: Ich habe mit der Ernte extra gewartet, bis ich meine neue Kamera habe. Denn ich wollte diese rote Fülle gern so richtig in Szene setzen. Mehr lesen »

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.

Join 78 other followers