Mann, was ist das denn für ein Winter. Seit einigen Tagen blüht sogar eine Kornblume in meinem Balkonkasten!
Nächste Woche geht es endlich wieder los mit den Tomaten für 2012. Hoffentlich wird der Sommer so warm, wie der Winter…

Mann, was ist das denn für ein Winter. Seit einigen Tagen blüht sogar eine Kornblume in meinem Balkonkasten!
Nächste Woche geht es endlich wieder los mit den Tomaten für 2012. Hoffentlich wird der Sommer so warm, wie der Winter…

Bereits im März habe ich hier von meiner neuen Erdbeersorte geschrieben, der Monatserdbeere „Rügen“. Monatserdbeeren sind Erdbeersorten, die über einen längeren Zeitraum – oft den ganzen Sommer über – Früchte tragen. Diese Eigenschaft war in diesem Jahr meine Rettung, denn um ein Haar hätte ich keine selbst geernteten Erdbeeren gehabt.
Als über Ostern nämlich meine die normalen Erdbeeren blühten, war ich mit meiner Freundin im Urlaub. Da es warm und trocken werden sollte, habe ich die Pflanzen lieber vom Balkon abgehängt und drinnen mit viel Wasser über das lange Osterwochenende gebracht. Der Haken dabei: Drinnen war es noch wärmer und die Erdbeeren blühten wie die Weltmeister. Und weit und breit keine Hummel oder Biene zum Bestäuben. Als ich also wieder kam, waren die meisten Blüten verblüht und neue Blüten kamen nicht nach.
Dennoch zeigten sich an den zwei Pflanzen immerhin fünf Früchte. Die waren jedoch ausgerechnet über Pfingsten reif, als ich wieder nicht in Hamburg war um sie zu ernten. Insgesamt habe ich deshalb nur zwei normale Erdbeeren dieses Jahr geerntet. Aber zum Glück gibt es ja die Monatserdbeere. Die trägt nun schon seit einigen Wochen regelmäßig zwei bis fünf kleine rote Früchte pro Woche – nicht viel, aber ein leckerer Trost. Die Früchte sehen übrigens eher aus wie Walderdbeeren und sind auch ähnlich aromatisch.
PS: Mehr über Erdbeeren und Erdbeersorten gibt es übrigens beim Erdbeeranbauer, z.B. in der Erdbeersortendatenbank.

Zugegeben: Ich habe mit der Ernte extra gewartet, bis ich meine neue Kamera habe. Denn ich wollte diese rote Fülle gern so richtig in Szene setzen. Mehr lesen »

Einer der Leser des Schrot&Korn-Artikels hat mich per eMail gefragt, welche Erde ich eigentlich verwende. „Doch wohl hoffentlich nicht die aus dem Supermarkt.“ Das ist eine gute Frage, auch wenn meine Antwort ernüchternd ist: Ich verwende Standard-Balkonkastenerde aus dem Gartenmarkt um die Ecke.
Das liegt zum einen daran, dass ich mir und meiner Umwelt ein eigenes Auto erspare und meine Erde daher tragen muss. Zum anderen daran, dass der Gartenmarkt um die Ecke eine eher eingeschränkte Auswahl hat. Dennoch gibt es ein paar Sachen, auf die man als umweltbewusster Balkon-Gärtner achten kann und sollte.

Foto: Dirt before and after von RJL20 (CC BY-SA)
Das beste, was dem Balkongarten passieren kann, ist natürlich Komposterde aus dem eigenen Garten. In der Stadt ist das allerdings ein Problem – wer hat schon einen Komposter oder Komposthaufen im Hinterhof. Es gibt jedoch Alternativen – z.B. den kleinen Balkon-Komposter (PDF) oder eine Wurmfarm. Für meinen Balkon und meine kleine Wohnung ist leider beides nicht geeignet.
Kompost kann man aber auch fertig kaufen. Im Gartenmarkt, natürlich. Ein Geheimtip ist jedoch die Müllabfuhr: In vielen Städten verkauft die Stadtreinigung den Kompost, der aus dem abgeholten Biomüll produziert wird, zu Spitzenpreisen. In Hamburg beispielsweise kosten 30 Liter gerade mal 3 Euro – größere Mengen gibt es noch viel billiger. Der Haken: Man muss die Erde selbst abholen.
In fast allen günstigen Erden, die man so kaufen kann, ist zumindest ein Anteil an Torf enthalten. Dieser Torf stammt in der Regel aus Hochmooren. Diese einzigartigen, Jahrtausende alten Biotope werden durch den Abbau des Torfs großflächig zerstört und erholen sich auch nach einer „Renaturierung“ nie mehr vollständig.
Der Gartengnom hat das Torf-Verhängnis noch ausführlicher erklärt.
Eine absolute Bio-Mogelpackung ist Guano. Guano ist kurz gesagt Vogelscheiße. Das klingt zwar wie Bio-Dünger und immerhin besser als Chemie. Bei genauer Betrachtung ist Guano jedoch nicht ökologisch, da sein Abbau unter anderem den Humboldt-Pinguinen in Chile den Lebensraum nimmt. Auch hierzu hat der Gartengnom einen lesenwerten Artikel.
Selbst wenn Erde ohne Torf und Guano ist, ist sie noch lange nicht ökologisch. Denn dafür ist auch ausschlaggebend, wie weit die Erde bis zu euch transportiert werden musste – Stichwort CO₂ und Klimabilanz. Die beste Wahl in dieser Hinsicht ist natürlich die Erde, die direkt vor eurer Haustür oder in eurem Garten ist. Oder die, die ihr wenigstens selbst zu Fuß transportieren könnt.
Je nach Zusammensetzung und Transportweg ist Erde im Sack etwas mehr oder weniger Unökologisches. Wenn es – wie in meinem Fall – unbedingt Sackerde sein muss, dann sollte man wenigstens auf Torf und Guano achten. Aber es führt kein Weg daran vorbei: Die beste Erde ist die, die man schon hat. Und mit frischem Kompost oder eigenem Dünger kann man jede Erde veredeln. (Einen Artikel zum Dünger bereite ich vor, versprochen.)

Heute habe ich es endlich geschafft, meine selbstgezogene Chilipflanze auszupflanzen. Eigentlich ist es schon etwas spät, die Pflanze hat schon die ersten Blütenansätze. Aber ich hatte ein wenig Angst vor den letzten Nachtfrösten. Die sind jetzt laut Wetterprognose in Hamburg nicht mehr zu erwarten. Also hängt meine Chilipflanze jetzt im Balkonkasten in der Sonne – in Mischkultur übrigens mit Schnittlauch, der jetzt, im zweiten Jahr, so richtig kräftig treibt.

Gestern habe ich aus einer eMail eines Lesers erfahren, dass das Biobalkon-Blog in der aktuellen Ausgabe von Schrot&Korn erwähnt wird. In der gedruckten Ausgabe sowie online gibt es einen ausführlichen und lesenswerten Artikel über die verschiedenen Ansätze und Philosophien zum Gärtnern in der Stadt. Außerdem gibt es einige schöne Tipps für Balkongärtner.
Vielen Dank für die Erwähnung, Schrot&Korn. Und ein herzliches Willkommen an alle S&K-Leser, die hierher gefunden haben.

Heute morgen wollte ich meinen Augen nicht trauen: Die erste Erdbeerblüte ist aufgegangen. Blütenknospen hatte ich schon vor 10 Tagen entdeckt, aber ich war überrascht, dass sie so schnell aufgehen.

Ein Vorteil eines Balkongartens ist, dass man auf Jahreszeiten und Frost nicht so viel Rücksicht nehmen muss. Da die Pflanzgefäße normalerweise problemlos tragbar sind, kann man sie im Notfall jederzeit in Sicherheit bringen.
Deshalb habe ich mich schon heute entschieden, meine Tomatenpflanzen in ihre Töpfe zu setzen. Meine Pflänzchen vom Februar haben sich in der Sonne der ersten Frühlingstage nämlich zu prächtigen, kräftigen Pflanzen entwickelt. Letztes Jahr um diese Zeit hatte ich noch nicht einmal mit der Ausssaat begonnen. Natürlich müssen sie noch ein paar Wochen warten, bis sie raus können. Aber immerhin warten sie im schönsten Gewächshaus von Hamburg: meinem Wohnzimmer. Hach, Tomate müsste man sein…

Im letzten Herbst habe ich in alle bereits leeren Kästen ein paar Feldsalat-Samen gestreut. Leider etwas zu spät, denn vor dem Einbruch des Frostes konnte ich nicht mehr ernten. Aber Feldsalat ist winterhart und unglaublich pflegeleicht – und deshalb ein tolles Gemüse für die Zeit nach den letzten Radieschen. Ich brauchte also nur abzuwarten, bis es wieder wärmer wird. Nach den ersten Sonnenstrahlen des Jahres konnte ich jetzt schon einige Hände voll ernten.
Und so sieht das ganze dann verzehrfertig aus. Fehlt nur noch ein bisschen Dressing*:
*Serviervorschlag